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 19. Oktober 2017
Zertifizierte Brustkrebszentren müssen klar definierte Qualitätskriterien der Deutschen Krebsgesellschaft erfüllen.
 12. Oktober 2017
Mithilfe der TNM-Klassifikation kann das Stadium der Krebserkrankung bestimmt und so die Therapie besser geplant werden.
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Nach der Therapie von Brustkrebs soll die Rehabilitation den Weg für ein selbstbestimmtes Leben nach der Krebserkrankung ebnen.
Rehabilitation bei Brustkrebs

Rehabilitation nach Brustkrebs

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Brustkrebs, auch als Mammakarzinom bezeichnet, die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Statistische Erhebungen belegen, dass weltweit mehr als eine Million Patientinnen jährlich die Diagnose Brustkrebs erhalten. Dabei sind Frauen in Europa und Nordamerika überdurchschnittlich häufiger von Brustkrebs betroffen als in anderen Teilen der Welt.

In Deutschland variieren die Angaben zu jährlichen Neuerkrankungen zwischen 63.000 und 75.000 Frauen, Tendenz steigend. Laut einer Studie des Robert Koch-Instituts liegt die Zahl der Erstdiagnosen Mammakarzinom bei etwa 70.000 Patientinnen im Jahr, womit Brustkrebs auch in Deutschland mit Abstand die häufigste Krebserkrankung ist.

Trotz dieser steigenden Zahlen an Neuerkrankungen sinkt die Sterblichkeitsrate bei Brustkrebs in Deutschland in den letzten zehn Jahren kontinuierlich. Dieser Erfolg wird zum einen mit den bundesweit durchgeführten Programmen zur Früherkennung, sogenanntes Mammografie-Screening, begründet. Zum anderen sind vor allem die ganzheitlichen Ansätze der Therapie in Verbindung mit Maßnahmen der Rehabilitation dafür verantwortlich, dass Brustkrebs heute besser heilbar und eine Rückkehr sowohl in den gesellschaftlichen als auch beruflichen Alltag möglich ist.

Rehabilitation: Zurück ins Leben nach Brustkrebs

Patientin-BrustkrebsVon der Diagnose Brustkrebs bis hin zum vorläufigen Abschluss der Therapie vergehen in der Regel mehrere Monate. In diesem Zeitraum ist die betroffene Frau in vielerlei Hinsicht belastet, ein normales Leben kaum mehr möglich. Einerseits ist die Diagnose selbst ein gravierender Einschnitt, der die meisten Patientinnen vor allem psychisch stark beansprucht, andererseits sind therapeutische Maßnahmen wie Mastektomie (Amputation der Brust) sowie Chemo- oder Strahlentherapie körperliche Eingriffe, die mit starken Nebenwirkungen einhergehen können.

Für gesetzlich Versicherte ist in Deutschland eine Rehabilitation nach der Therapie von Brustkrebs möglich, bei der die Kosten von der zuständigen Krankenkasse oder der Rentenversicherung übernommen werden. Die Leistungen im Rahmen der Rehabilitation sind gesetzlich verankert. Jede Patientin entscheidet jedoch autark, ob und in welchem Rahmen sie eine Brustkrebsreha in Anspruch nehmen möchte.

Maßnahmen der Rehabilitation

Die Deutsche Rentenversicherung hat 2016 eine eigene Leitlinie veröffentlicht, in der sie die wichtigsten Maßnahmen und Möglichkeiten zur Rehabilitation nach Brustkrebs definiert. Diese Leitlinie soll vor allem die Qualität der rehabilitativen Versorgung verbessern und bundesweit vereinheitlichen. Bei der Rehabiliation nach Brustkrebs geht es vor allem um die Behandlung von Folgen und Nebenwirkungen der Therapie, sowohl körperlich als auch psychisch. Die wichtigsten Therapiemodule der Brustkrebsreha sind laut der Leitlinie „Reha-Therapiestandards Brustkrebs“:

  • allgemeine Aufklärung über gesundheitliche Themen
  • Schulungen zum Thema Brustkrebs
  • Schulungen und Beratung zum Thema Ernährung
  • Sport und Bewegung
  • Ergotherapie
  • psychologische Betreuung und Beratung
  • Entspannungstraining
  • Beratung im Bereich sozialrechtlicher Fragen, Anträge, Kostenerstattungen
  • Therapie von Nebenwirkungen wie Lymphödemen
  • Unterstützung bei der beruflichen Wiedereingliederung
  • Hilfe bei der sozialen Integration und Planung der medizinischen Nachsorge

Wunsch- und Wahlrecht bei der Rehabilitation nach Brustkrebs

Jede Patientin hat die Möglichkeit, noch in der Klinik eine Beratung zum Thema Rehabilitation in Anspruch zu nehmen, z. B. beim Sozialdienst der Klinik. Dort können betroffene Frauen sich Rehakliniken empfehlen lassen und Hilfe bei der Beantragung der Reha erhalten. Bei der Wahl der Rehaklinik haben Patientinnen ein Wunsch- und Wahlrecht, dass heißt, sie können selbst entscheiden, welche Klinik ihrer Meinung nach für die Rehabiliation nach Brustkrebs am besten geeignet ist.

Sabrina Mandel

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