23. Mai 2017
 19. Mai 2017
Susan G. Komen hat sich von der US-Foundation getrennt und gleichzeitig umbenannt in Aktion Pink Deutschland.
 18. Mai 2017
 18. Mai 2017
Stethoskop
Ihr Ratgeber Brustkrebsreha
Nach der Therapie von Brustkrebs soll die Rehabilitation den Weg für ein selbstbestimmtes Leben nach der Krebserkrankung ebnen.
Rehabilitation bei Brustkrebs

Was ist eine Rehabilitation bei Brustkrebs?

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Brustkrebs, auch als Mammakarzinom bezeichnet, die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Statistische Erhebungen belegen, dass weltweit mehr als eine Million Patientinnen jährlich die Diagnose Brustkrebs erhalten. Dabei sind Frauen in Europa und Nordamerika überdurchschnittlich häufiger betroffen als in anderen Teilen der Welt.

In Deutschland variieren die Angaben zu jährlichen Neuerkrankungen zwischen 63.000 und 75.000 Frauen, Tendenz steigend. Laut einer Studie des Robert Koch-Instituts liegt die Zahl der Erstdiagnosen Mammakarzinom bei etwa 70.000 Patientinnen im Jahr, womit Brustkrebs auch in Deutschland mit Abstand die häufigste Krebserkrankung ist.

Trotz dieser steigenden Zahlen an Neuerkrankungen sinkt die Sterblichkeitsrate bei Brustkrebs in Deutschland in den letzten zehn Jahren kontinuierlich. Dieser Erfolg wird zum einen mit den bundesweit durchgeführten Programmen zur Früherkennung, sogenanntes Mammografie-Screening, begründet. Zum anderen sind vor allem die ganzheitlichen Ansätze der Therapie in Verbindung mit Maßnahmen der Rehabilitation dafür verantwortlich, dass Brustkrebs heute besser heilbar und eine Rückkehr sowohl in den gesellschaftlichen als auch beruflichen Alltag möglich ist.

Rehabilitation: Zurück ins Leben nach Brustkrebs

Patientin-BrustkrebsVon der Diagnose Brustkrebs bis hin zum vorläufigen Abschluss der Therapie vergehen in der Regel mehrere Monate. In diesem Zeitraum ist die betroffene Frau in vielerlei Hinsicht belastet, ein normales Leben kaum mehr möglich. Einerseits ist die Diagnose selbst ein gravierender Einschnitt, der die meisten Patientinnen vor allem psychisch stark beansprucht, andererseits sind therapeutische Maßnahmen wie Mastektomie (Amputation der Brust) sowie Chemo- oder Strahlentherapie körperliche Eingriffe, die mit starken Nebenwirkungen einhergehen können.

Für gesetzlich Versicherte ist in Deutschland eine Rehabilitation nach der Therapie von Brustkrebs möglich, bei der die Kosten von der zuständigen Krankenkasse oder der Rentenversicherung übernommen werden. Die Leistungen im Rahmen der Rehabilitation sind gesetzlich verankert. Jede Patientin entscheidet jedoch autark, ob und in welchem Rahmen sie eine Brustkrebsreha in Anspruch nehmen möchte.

Die Deutsche Rentenversicherung hat 2016 eine eigene Leitlinie veröffentlicht, in der sie die wichtigsten Maßnahmen und Möglichkeiten zur Rehabilitation nach Brustkrebs definiert. Diese Leitlinie soll vor allem die Qualität der rehabilitativen Versorgung verbessern und bundesweit vereinheitlichen. Die wichtigsten Therapiemodule der Brustkrebsreha sind laut der Leitlinie „Reha-Therapiestandards Brustkrebs“:

  • allgemeine Aufklärung über gesundheitliche Themen
  • Schulungen zum Thema Brustkrebs
  • Schulungen und Beratung zum Thema Ernährung
  • Sport und Bewegung
  • Ergotherapie
  • psychologische Betreuung und Beratung
  • Entspannungstraining
  • Beratung im Bereich sozialrechtlicher Fragen, Anträge, Kostenerstattungen
  • Therapie von Nebenwirkungen wie Lymphödemen
  • Unterstützung bei der beruflichen Wiedereingliederung
  • Hilfe bei der sozialen Integration und Planung der medizinischen Nachsorge

Sabrina Mandel

 23. Mai 2017
 19. Mai 2017
Susan G. Komen hat sich von der US-Foundation getrennt und gleichzeitig umbenannt in Aktion Pink Deutschland.
 18. Mai 2017
 18. Mai 2017